Mechanische Bewegung mit Einschränkung
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Ich bin Architekt und lebe in Suzhou, China.
Die Architektur hat mich gelehrt, in Systemen zu denken – in Struktur, Balance, Proportion und Kontrolle.
Diese Gewohnheiten lassen sich nie wirklich ablegen. Sie begleiten mich einfach auch in meine private Arbeit.
Ich habe mich schon immer zu Maschinen hingezogen gefühlt, besonders in dem Moment, in dem sie sich in Bewegung setzen.
Wenn Teile beginnen, sich zu verknüpfen, zu reagieren und sich zu wiederholen, hört die Struktur auf, statisch zu sein.
Es deutet schon auf etwas hin, das dem Leben näher kommt.
Meine Arbeit basiert auf mechanischen Verbindungen und dynamischer Bewegung, beeinflusst von mechanischen Formen und architektonischem Denken.
Manche Bewegungen entstehen ausschließlich durch mechanische Strukturen.
Andere werden durch elektronische Bauteile initiiert und gesteuert.
Elektrizität ist in meiner Arbeit keine Dekoration.
Es ersetzt keine Struktur – es aktiviert sie.
Energie setzt Bewegung in Gang, Mechanik führt sie aus, und die Struktur behält die Kontrolle.
Ich betrachte Maschinen nicht als neutrale Werkzeuge.
Sobald sie umgezogen sind, verdienen sie einen gewissen Respekt.
Geschwindigkeit, Komplexität und Spektakel interessieren mich nicht besonders.
Mir geht es um Zurückhaltung – um Bewegungen, die sich überlegt, ausgewogen und wiederholbar anfühlen.
Eine Bewegung, die man lange beobachten kann, ohne sich daran sattzusehen.
Dynamische Schönheit hat für mich nichts mit Aggression zu tun.
Es existiert irgendwo zwischen Spannung und Ruhe.
Wie die Architektur oder das Leben selbst, fühlt es sich nur dann real an, wenn es sich innerhalb von Grenzen bewegt.
Die Mecha-Ästhetik ist nichts, was ich bewusst anwende.
Es entsteht auf natürliche Weise, wenn die Struktur sichtbar wird und nichts verborgen bleibt.
Wenn Gelenke, Verbindungen und Kräfte ehrlich sprechen dürfen.
Diese Arbeit begann nicht als Produktidee.
Es wuchs langsam, durch jahrelange Neugier, Besessenheit und das Basteln nach Feierabend.
Die Marke existiert schlichtweg als Ort, um diese fortlaufende Erkundung zu sammeln.
Ich versuche nicht, das Leben nachzuahmen.
Ich versuche, mich dem Thema durch Bewegung, Struktur und Zurückhaltung anzunähern.
Wenn sich eine Maschine mit Würde bewegen kann,
wenn es sich kontrolliert und nicht wild anfühlt,
Dann erlangt es eine gewisse Präsenz.
Genau das möchte ich bauen.